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Burnout

Endstation der Stress-Spirale

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Inhaltsverzeichnis zu JMB's Seite zum Burnout-Syndrom


Was ist Burnout?

Burnout (engl. (to) burn out: ausbrennen) ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit, der als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden kann, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt. Ursprünglich in falschen Kategorien zugeordnet und von vielen Ärzten nicht ernst genommen hat sich die Situation mittlerweile gewandelt. Das Burnout-Syndrom (BOS) ist kein normaler Erschöpfungszustand, stellt keine typischen Probleme bei der Lebensbewältigung dar und ist auch keine depressive Störung, auch wenn diese Elemente vorhanden sind.
Man sollte BOS nicht als Auszeichnung sehen, aber erst recht nicht als Strafe für Nichterfüllen von Anforderungen. Für Burnout sind Personen prinzipiell [!keine Angst!] empfänglich, die empathisch (man bekommt mit, wem es schlecht geht), hilfsbereit, nicht egoistisch und ständig lernbereit (negativ ausgedrückt: perfektionistisch) sind, also kurz gesagt alle anständigen Menschen ...
Oder anders ausgedrückt:   Schlamper, Soziopaten und Egoisten bekommen keinen Burnout!
Die Kunst ist nun, die Bilanz der 💔beiden Stress-Kategorien im Auge zu behalten, sich immer wieder vollständig zu erholen, sich gewaltsam Erfolgserlebnisse zu verschaffen und eben nicht immer aufzugeben – d.h. nicht alles ändern wollen, aber manches, und sich an Erfolgen auch wirklich zu erfreuen.
Klingt einfach – warum ist BOS dennoch so tückisch: man(n) (wie üblich sind Männer unvernünftiger) will sich Schwächen nicht eingestehen und Durchhaltevermögen beweisen; man überschätzt die eigenen Möglichkeiten und Reserven und verzettelt sich; man überreizt sein Blatt und verliert den Kontakt zum eigenen Körper; ein Tunnelblick sorgt für Fokussierung auf die Probleme und beschleunigt den Abstieg; die Zuordnung, ob die Belastung vom privaten oder beruflichen Bereich kommt, wird treffsicher falsch gemacht; es gibt nur mehr ein Weitermachen wie bisher – immer langsamer – bis nichts mehr geht – und im Extremfall lediglich die Tapete angestarrt wird.
Auf Grund der starken sozialen Komponente hat BOS eine ansteckende Natur!

Entkommen trotz weit fortgeschrittenem Stadium: Das Einsehen, sich selbst für BOS entschieden zu haben; ein komplettes Rausnehmen unter professioneller Hilfe, zu dem man steht; Verstehen, dass man BOS nicht los wird, weil es zur eigenen Person gehört; Verfahren erlernen, die einem verlässlich wieder Entspannung verschaffen (da reicht kein Sport, kein Coping, keine Gesprächsgruppe, auch wenn dies alles hilfreich ist; nach meiner Meinung / Erfahrung ist 💺AT das schärfste Messer, weil es so gut wie immer wirkt, auch unter extremstem 💔Stress mit Gewalt gezeigt werden kann, die Person selbst sich heilt und damit etwas behält, das dem ebenfalls steten Begleiter BOS entgegenwirkt und für einen sehr gut Trainierten überall – selbst im Fahrstuhl – einsetzbar ist und in Sekunden wirkt).
Als Lichtblick: Personen, denen das gelingt, sind später wieder normal belastbar und durch die Erfahrung haben sie auch mehr Puffer als andere. Frühpensionierung wegen Burnout wäre also nicht immer medizinisch notwendig.

Burnout ist vernünftig und normal – Burnout ist eine psychologische und folgerichtige, konsequente und damit nicht kranke oder verrückte Reaktion. Burnout entsteht, weil das System, in dem wir leben und arbeiten, falsch ist und negativ wirkt.  (Dr. med. Thomas M.H. Bergner, Burnout‑Prävention, 3. Aufl., S. 3; vgl. Literaturliste unten)

[Historische Parallele: 1914 grassierte die Neurasthenie (ICD-10: F48.0; 1880 durch George M. Beard bekannt) wie eine Seuche.
Raste nie und haste nie, sonst haste die Neurasthenie schrieb der Autor Florian Illies in seinem Bestseller 1913.
Ausgemachte Auslöser der Neurasthenie zur damaligen Zeit: das Auto, das Hetzen und Jagen des modernen Wirtschaftslebens, die Taschenuhr.
Ausgemachte Auslöser des BOS nach heutigen Indizien: ständige Erreichbarkeit, enge Zeitpläne (Effizienz), Mehrfachjobs, Handy;
ggf. auch Mobbing & Psychoterror, erhöhter Einsatz von Medikamenten / Rauschmitteln, verstärkte Umweltbelastung, fehlende Achtsamkeit (für sich und andere).]

Begegnung mit dem Burnout-Syndrom

Siehe auch Abschnitt 🎒Burnout und der Schülerstand.

Verlauf von Burnout

Phase 1 – Aggression und Aktivität: Leitsymptom: Ärger, Leitreaktion: Aggression.
Sie fällt dem / der Betroffenen weniger auf als ihrer Umgebung.

Phase 2 – Flucht und Rückzug: Leitsymptom: Furcht, Leitreaktion: Flucht.
Getrübte Selbstwahrnehmung, Distanzierung von der Umgebung und sich selbst.

Phase 3 – Isolation und Passivität: Leitsymptom: Isolation, Leitreaktion: Lähmung.
Häufig wird erst in der Endphase Hilfe gesucht; Sucht spielt spätestens in dieser Phase eine Rolle; Selbstmordideen können entstehen; Diagnose nur am Anfang klar, danach maskiert.

Weiterführende Literatur


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Erste Fassung:05. Juli 2017
Letzte Änderung: 01. Januar 2020