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Stress

Auslöser von Burnout

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Inhaltsverzeichnis zu JMB's Seite zum Stress


Was ist Stress?

Stress kommt in allen Berufen und mittlerweile auch bei allen Altersgruppen vor (auch bei Kindern, Arbeitslosen oder Rentnern). Die Zeit ist hektisch geworden (Handys und Computer, Globalisierung mit Konkurrenzdruck, Kinder bekommen nicht mehr den Stellenwert in der Gesellschaft wie früher, Sicherheitssysteme sind quasi ausgehebelt, Leistungsdruck ist in allen Bereichen zu spüren), Mobbing, d.h. Psychoterror am Arbeitsplatz / an der Schule mit dem Ziel, den Betroffenen aus dem Betrieb / der Schule hinauszuekeln, greift immer mehr um sich, lange Betriebszugehörigkeiten sind selten und zumeist nicht mehr erwünscht und statt nur mehrere Jobs hintereinander werden auch Jobs parallel üblich.
Der Begriff Stress (engl.: Druck, Anspannung; lat.: stringere: anspannen) wurde zuerst vom Mediziner Hans Selye aus der Physik entlehnt (dort: Zug oder Druck auf ein Material).
Definition: Eine Stressreaktion ist ein subjektiver Zustand (objektiv messbar, aber vom Subjekt zumindest unterbewusst gewünscht / zugelassen), der aus der Befürchtung entsteht, dass eine stark aversive, zeitlich nahe und subjektiv lang andauernde Situation wahrscheinlich nicht vermieden werden kann. Dabei erwartet die Person, dass sie nicht in der Lage ist, die Situation zu beeinflussen oder durch Einsatz von Ressourcen zu bewältigen. Die Belastungen können z.B. physikalischer Natur sein (Kälte, Hitze, Lärm, starke Sonneneinstrahlung etc.) oder toxische Substanzen (z.B. stresst Zigarettenrauch den menschlichen Körper), sowie psychische Belastungen oder bestimmte eigene Einstellungen, Erwartungshaltungen und Befürchtungen können auf emotionaler Ebene Stressoren sein (psychosoziale Stressfaktore: Tod eines nahen Familienangehörigen; Scheidung; chronische Konflikte in der Paarbeziehung; Zeitmangel / Termindruck; Lärm; Geldmangel / Schulden; fehlende Gestaltungsmöglichkeiten; große Verantwortung; Mobbing; Schichtarbeit [Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus]; ständige Konzentration auf die Arbeit; Angst, nicht zu genügen; Perfektionismus [sich selbst und anderen gegenüber]; soziale Isolation; Schlafentzug; Reizüberflutung; Krankheiten und Schmerzen [eigene oder von Angehörigen]; seelische Probleme; schwerwiegende Ereignisse [z.B. Wohnungseinbruch, Operation, Prüfung]; Unterforderung / Langeweile; Überforderung durch neue technische Entwicklungen).
Ein wesentlicher Punkt, der von vielen dieser Stressoren direkt ausgelöst wird, ist das Fehlen von Kontrolle (vgl. Prof. Spitzer, Rotkäppchen und der Stress, S. 1; vgl. Literaturliste unten) – und somit in maximaler Steigerung das Fehlen eines Lebenssinns (vgl. 🔥Burnout).

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Man muss zwei Arten von Stress unterscheiden:
  1. Positiver Stress, auch Eustress genannt: hierzu zählen die Stressoren, die den Organismus positiv beeinflussen – ein grundsätzliches Stress- bzw. Erregungspotential ist für das Überleben eines Organismus unabdingbar; Eustress erhöht die Aufmerksamkeit und fördert die maximale Leistungsfähigkeit des Körpers, ohne ihm zu schaden – Eustress wirkt sich auch bei häufigem, langfristigem Auftreten positiv auf die psychische oder physische Funktionsfähigkeit eines Organismus aus (als Beispiel eine bestandene Prüfung wie das Abitur: vgl. 🌠FEEL ERFOLG).
  2. Negativer Stress, auch Disstress bzw. Dysstress genannt (von lat. distringere: auseinanderziehen, foltern): ausgelöst durch Reize, die als unangenehm, bedrohlich oder überfordernd gewertet werden – Stress wird erst dann negativ interpretiert, wenn er häufig auftritt und kein körperlicher Ausgleich erfolgt; ebenso können negative Auswirkungen auftreten, wenn die unter Stress leidende Person durch ihre Interpretation der Reize keine Möglichkeit zur Bewältigung der Situation sieht (Klausur, Wettkampf o.a. – die Vermittlung geeigneter Copingstrategien, d.h. Bewältigungsstrategien, kann hier helfen). Dysstress führt zu einer stark erhöhten Anspannung des Körpers (Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter und Hormone, z.B. Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol), die früher dem Überlebenskampf (Fight‑or‑flight) dienten – auf Dauer aber zu einer Abnahme der Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit führt – bei Langzeitwirkung sowie fehlenden Copingstrategien bis hin zu einem 🔥Burnout Syndrom (BOS).
Entwicklungsphysiologisch kann man auf Grund einer Gefahr drei Reaktionstypen ausmachen (vgl. Wikipedia‑Artikel bzw. EN‑Fassung):
  1. Kampf‑oder‑Flucht‑Reaktion (fight or flight), Walter Cannon (1915)
    kurzfristig durch Adrenalin, längerfristig durch Cortisol gesteuert: übermenschliche Kräfte
  2. Einfrieren (Freeze‑Phase), Jeffrey Alan Gray (1988):
    er vertauschte Reihenfolge in  flight‑or‑fight – wenn beides nicht passt, tritt Furcht (fright) ein, die eine Muskellähmung (tonischen Immobilität) bewirkt: sich tot stellen
  3. Schutz-Suchen bei Frauen, Shelley Taylor (1990er)
    Bei Frauen ist Punkt 1 ebenso wirksam, aber schwächer – dafür gibt es ein Schutzverhalten (Tend‑and‑befriend): Nachwuchs beschützen und Freundschaft anbieten
Punkt 1 ist wohl generell die häufigste Reaktion, die leider heute wenig Sinn macht, da man bei Tests etc. keine körperliche Leistung erbringen muss.
Bei der Selbstverteidigung ist dies aber genau das Richtige. Hier muss Punkt 2 abtrainiert werden, sollte jemand dazu neigen.
Da zumeist nach der Pubertät die Aggressivität zurückgeht und insbesondere junge Damen auch häufig nicht mehr spontan bei Gefahr schreien bzw. laut um Hilfe rufen können, gilt es dies bei 🥋Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursen wieder einzuüben, um bei einer Gefahrensituation angemessen reagieren zu können.

Vorgehen gegen Stress

Damit es nicht negativ wird, müssen folgende Punkte – möglichst alle, Ausnahmen nur in eng begrenzten Zeiträumen mit deutlicher Erholung – beachtet werden:
Ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung, belastbares gutes Umfeld (Leute, die einem gut tun, zum Lachen oder auch einmal zum Weinen bringen, [YouTube-Icon] ehrlich und authentisch sind), klare Abgrenzung von stressigen Phasen (kein Grübeln über die Arbeit, kein Nachdenken bei der Erholung, keine Arbeit im Urlaub; hilfreich dabei sind z.B. Rituale wie Baden nach der Arbeit), körperlicher und geistiger Ausgleich, ungestörte Entspannung (in diesem Zusammenhang ist damit nicht das Spielen am Computer oder Fernsehen mit Chips gemeint – nur um Missverständnissen vorzubeugen).
Ruhiger und tiefer Atem, langsam durch die Nase ein und noch länger wieder aus dem Mund ausatmen: dies ist immer der Anfang von Entspannung. Daneben jede Form von Entschleunigung (Schlendern am Fluss, ruhiges Sitzen auf einer Bank oder einem Hochsitz im Wald) bzw. einfachste Bewegungen oder extrem häufig gemachte Bewegungen (mit Besen kehren – kein Scherz, es wirkt; 🥋Formen in Kampfkünsten als Bewegungsmeditation), Konzentration auf Einfaches und Reizblockierung durch ruhige Permanentreize (gesprochene Formeln im 💺AT; der klassische Rosenkranz; eine angenehme Duftkerze; eine angenehme Farbe eines ausgebreiteten Tuchs etc.) oder Umgang mit Tieren.
Zum 💺persönlichen Hintergrund sei auf den entsprechenden Abschnitt auf der AT‑Seite oder auf 🌠meine Motivationsseite verwiesen.

Weiterführende Literatur

) Trotz fehlender neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse hat die kalifornische Gesundheitsbehörde sehr deutliche Empfehlungen gegeben, wie das Magazin Telepolis am 16. Dez. 2017 berichtete:
Die kalifornische Gesundheitsbehörde hat erstmals Warnhinweise zur Verwendung von Mobiltelefonen veröffentlicht. Die haben es in sich und gehen weit über die Empfehlungen der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) hinaus, kommen allerdings ohne ausdrücklichen Hinweis auf konkrete wissenschaftliche Erkenntnisse.
Die Nutzung von Handys habe sich in den letzten Jahren dramatisch verstärkt, 95 Prozent würden eines besitzen. Die Mehrheit der jungen Menschen würden den Großteils des Tages und während des Schlafens die Handys bei sich haben. ... aber wissenschaftliche Studien würden darauf hindeuten, dass es erhöhte gesundheitliche Risiken gibt. ...
Weiter heißt es, auch ohne Verweis auf einzelne Studien, Laborversuche und Gesundheitsstudien würden die Möglichkeit nahelegen, dass langfristige und hohe Nutzung von Handys mit der Entstehung von Krebs (Gehirnkrebs und Tumore der akustischen Nerven), der zahlenmäßigen und qualitativen Verschlechterung der Spermien und von Kopfschmerzen sowie Folgen für Lernen, Erinnerung, Hören, Verhalten und Schlaf zu tun haben können. Wissenschaftler seien aber uneins, ob es überhaupt gesundheitliche Risiken gibt oder wie groß sie sind. ...
Es gebe einfache Mittel, um die Strahlung für Erwachsene und Kinder zu reduzieren. So solle man das Handy nicht in den Hosentaschen mit sich führen oder es beim Schlafen mindestens eine Armlänge entfernt vom Bett hinlegen. Smith verweist insbesondere darauf, dass sich die Gehirne der Kinder auch noch im Teenager‑Alter weiter entwickeln und von der Handynutzung beeinträchtigt werden könnten. ... Nach den Ratschlägen – z.B. die des Bundesamts für Strahlenschutz – solle man Smartphones nicht am Körper tragen, sondern am besten einen Meter von sich. Das könne einen großen Unterschied machen. Beim Sprechen solle man das Mobiltelefon nicht an den Kopf halten, sondern ein Headset benutzen, das eine schwächere Strahlung verursacht. Dies sollte man aber auch entfernen, wenn man nicht telefoniert. Überhaupt sei es besser, SMS zu schreiben als zu telefonieren.

Ich kann nur zu solch besonnenem Handeln aufrufen – denn schaden kann ein solch vorsichtiges Vorgehen nicht – ggf. der ☠️zu sorglose Umgang sehr wohl.


Mein Persönlicher Hintergrund ist auf der Seite zum 💺Autogenen Training zu finden.
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Erste Fassung:05. Juli 2017
Letzte Änderung: 01. Januar 2020